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Müssen es immer Medikamente sein?
 
Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob Medikamente wie Ritalin und Co wirklich notwendig sind.
Von vielen Seiten wird beschrieben, es wären Drogen, mit denen man die Kinder ruhig stellt.
Gut, eigentlich ist es ja ein Aufputschmittel, allerdings wirkt es bei hyperaktiven oder hypoaktiven beruhigend.

Es ist doch eigentlich wissenschaftlich bewiesen, dass diese Medikamente nicht süchtig machen und unseren Kindern helfen, den Schulalltag zu meistern und soziale Kontakte zu knüpfen.

Nun stellt sich die Frage, reichen viel Bewegung, oder Umstellung der Ernährung nicht aus?
Müssen es wirklich Medikamente sein und müssen Kinder unter 6 Jahren schon diese Medikamente nehmen?
Kommentar von: Kerstin Verfasst am: 8.07.2007

Wenn Medikamente wirklich notwendig sind, weil man z.B. in der Schule nicht mehr klarkommt oder nur noch ausgegrenzt wird, finde ich die Gabe richtig.
Warum soll das Kind leiden?
Es soll ja mit den Medikamenten nur lernen, besser mit seinen Reizen umzugehen und sich besser zu konzentrieren.
Ob Medikamente schon unter 6 Jahren angewendet werden sollten, hängt von der jeweiligen Situation ab.

Und Ritalin ist ja noch mehr erforscht wie Schmerzmittel bei Kopfschmerzen.
Kommentar von: Kerstin Verfasst am: 4.03.2008

Also ich bin generell gegen Medikamente, vor allem bei Kindern. Wegen meiner Einstellung hatte ich große Probleme damit, meinem Sohn Medikinet zu geben. Ich kannte meinen Sohn wie er vor der Medikamentengabe war und nachher. Seine Reaktion auf die Medikamente war sehr positiv, und er beschreibt es als angenehm sich auf seine Aufgaben konzentrieren zu können. Leider gibt es viele Eltern, die es nicht ganz verstehen oder Missverstehen mit den Medikamenten. Medikamente alleine reichen bei weitem nicht aus. Genauso wichtig sind die nötigen Gesprächs- und Ergotherapien. Das Kind braucht diese um mit der Krankheit klar zukommen. Es wird lernen mit ADHS zu leben und das Medikamente nur dazu beitragen, ihm zu helfen. Außerdem ist ein verständnisvolles Elternhaus unbedingt wichtig. Das Kind darf nicht das Gefühl bekommen, dass eine Tablette eingeworfen wird und gut ist. Ich empfehle allen Eltern, sich selber gründlich mit dem Thema ADHS auseinander zu setzen. Da es nachweislich vererbbar ist, hilft es dem Kind außerdem, wenn derjenige offen damit umgeht und ihm Mut macht. Kinder sehen uns als Vorbild und nur wenn wir dazu stehen kann es auch das Kind. Ich denke, dass Medikamente unbedingt nötig sind, um eine Basis zu finden, dem Kind zu helfen. Außerdem kann ein Kind lernen ohne Medikamente im Leben klar zu kommen, wenn es die Chance hat offen damit umzugehen und einsieht das es etwas ´anders´ ist als andere.
Unser Lebensmotto ist:´ nur wenn ich über mich selber lachen kann, werde ich Konfrontation tolerieren!´
Kommentar von: Heike Verfasst am: 2.01.2012

meine Tochter, 10 Jahre bekommt seit 2,5 Jahren Medikinet retard und es ist ein Segen für Anna. Anna hatte in der Schule große Schwierigkeiten, sowohl im Verhalten, als auch bei den Leistungen. Hausaufgaben machen war für alle ein Horror.
Anna war schon als Säugling sehr aktiv, hatte von Anfang an nur 20 min. geschlafen, war immer aktiv, mit 4 Monaten hat sie allein gesessen, mit ) Monaten gestanden und mit 10 gelaufen. Als sie in die Schule kam, ging der Mißerfolg los, ständig gefrustet, weil nichts ging und alles zu langsam, sie sich nicht konzentrieren konnte und dann Zensuren zwischen 3-6 hatte. Mit dem Medikament hatte sie Erfolg und es hat sie im wahrsten beflügelt. Sie geht jetzt in die Mittelschule und schreibt nur noch 1en und 2en, wenns mal eine drei wird, dann ärgert sie sich. Man muss es wirklich abwägen. Ich kenn beides, beim großen Kind, mittlerweile schon 26, hat es überhaupt nix gebracht, hat aber auch einen sehr niedrigen IQ, Anna dagegen einen sehr hohen, um die 130. Bei Anna funktioniert es.

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Ritalin zieht ins Kinderzimmer ein
 
Am Sonntag, den 15.07.2007 kam ein Bericht bei Spiegel TV zum Thema- "Ritalin-Drogen für alle?".

Es wurde kurz positives berichtet, von Kindern, denen die Medikamente geholfen haben, mit dem Alltag zurecht zu kommen, allerdings wurde danach hervorgehoben, dass ADHS zur Modekrankheit geworden ist und Kinder nur noch mit "Kokain" vollgepumpt bzw. ruhiggestellt werden.

Der Bericht war sehr widersprüchig, da auf der einen Seite gesehen wurde, dass es helfen kann und auf der anderen Seite wird ADHS als Modekrankheit abgestempelt.
Meiner Meinung nach hätte man besser recherchieren müssen und vielleicht auch Familien zeigen, die tagtäglich mit dieser Krankheit leben müssen.
Niemand will doch sein Kind einfach ruhigstellen, man will nur helfen bzw. dem Kind ermöglichen, den Alltag bzw. die Schule gut zu absolvieren.
Kommentar von: Mike Verfasst am: 19.07.2007

Hallo

Habe den Bericht auch gesehen, da meine Partnerin dies schauen wollte.
Jetzt bin ich noch unsicherer geworden, unserer Tochter helfen die Medikamente in der schule sehr gut, sie schreibt nur noch zweier. Früher gab es nur fünfer und sie hat fast nur geträumt.

Bisher war ich zwar nicht begeistert davon, dass unsere Tochter so etwas nehmen sollte, aber als ich die positive Entwicklung sah und sie selbst auch merkt, wie gut es ihr jetzt geht, da sie auch soziale Kontakte knüpfen konnte, hab ich meine Partnerin darin unterstützt.

Allerdings fande ich falsch, dass ADS nur bei Kindern ist, auch Erwachsene haben diese Krankheit. Hätte vielleicht doch wirklich noch etwas besser recherchiert werden sollen.
Mit solchen Beiträgen werden wir als Eltern böse hingestellt, weil wir ihnen ja die Medikamente geben.
Und somit werden immer mehr verunsichert.


VG Mike
Kommentar von: Andrea Verfasst am: 13.09.2007

Mein Sohn (9) hat vor ungefähr 1,5 Jahren Triapridal bekommen gegen AHDS /TIC . Leider ist genau das Gegenteil passiert . Die TIC/ Tourette haben sich so sehr verschlimmert das mein Mann uns einig waren das wir das Medikament abgesetzt haben .
Und zu einem anderen Kinderarzt gegangen sind. Der Richtige Tests mit unseren Sohn machte IQ , Hirnströhme, Konzentration usw. .Nicht wie beim anderen Arzt ,, PY mal Daumen ´ Ein guter Kinderarzt ist wichtiger als Medikamente !!!!
Kommentar von: Bara Verfasst am: 29.04.2008

Zum Thema Triapridal: Jetzt mit Ritalin 30mg hat mein Sohn Tics. Wie wirkt sich Triapridal auf Ihren Sohn aus? Wie war seine Leistung mit diesem Medi?
Bin dankbar für eine Antwort.

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Retardmedikamente bei ADS ab Januar 2008 dazuzahlen
 
Was schon lange ein Thema war, soll nun ernst werden, selbst Kinder, die Methylphenidat als Retardprodukt nehmen, sollen ab dem neuen Jahr dazu bezahlen.
Kommentar von: Sonja Verfasst am: 7.11.2007

Ich finde es eine Frechheit, dass die Retardmedikamente nun teilweise selbst bezahlt werden müssen.
Gerade Kinder, die diese ja brauchen, damit sie in der Schule nicht nachdosieren müssen. Wie soll man sich dies alles leisten können. Und da heißt es, unseren Kindern soll geholfen werden.
Kommentar von: Tony Verfasst am: 19.11.2007

Bin auch der Meinung, es ist eine Frechheit, mein Sohn verträgt keine Kurzzeitmedikamente und muss Concerta nehmen, wenn wir nun dazuzahlen müssen, ist dies schon ein Hammer, reicht doch schon, dass Erwachsene selber zahlen sollen, aber nun noch Kinder.

Hoffentlich beschweren sich viele Eltern, dies darf nicht sein, dass Kinder jatzt darunter leiden müssen, es gibt genug Arbeitslose, die sich dies nicht leisten können.
Kommentar von: Mel Verfasst am: 22.02.2010

Auch bei meinem Sohn besteht der Verdacht auf ADS ( Das Träumerchen ). Ich habe mich im Vorfeld schon mal mit den Medikamenten und ihrer Wirkung so wie ihren etlichen Nebenwirkungen auseinander gesetzt. Für mich kommt so etwas ganz klar nicht in Frage! Ich kann nicht verstehen wie Ärzte und Eltern Kinder Medikamente antuen können welche zu schweren Herzrythmusstörungen, Atemnot etc. führen können. Für mich ist so etwas absolut unhoman und nicht akzeptabel!
Kommentar von: kiko Verfasst am: 11.03.2010

Hallo zusammen.

Bei meinem Sohn, 7 Jahre alt, wurde vor 2 Tagen ADS diagnostiziert. Er soll zuerst Ergotherapie erhalten und wenn dies nichts helfen sollte eine Medikation. Ich habe der Ärztin gleich gesagt, das es für uns nicht in Frage kommt unserem Sohn so etwas zu verabreichen.

Es gibt auf jeden Fall andere Methoden und Wege, aber keine Tabletten!!!

Kommentar von: ff Verfasst am: 12.05.2010

Hallo kiko + mel

ich verstehe die Vorbehalte. Ich bin Vater und selbst ADHSler, mein Sohn (9 J.) ist ebenfalls betroffen. Die Medikamente, insbesondere Ritalin, sind richtig dosiert eingesetzt wirklich sehr wirkungsvoll. Es braucht aber seine Zeit um das richtige Fenster zu finden, deshalb unbedingt probieren. Es gibt auch andere Medis, mein Sohn nimmt z.B. Strattera und macht gute Erfahrungen, insbesondere hat er keine Angstzustände mehr. Ritalin macht nicht süchtig, mein Geist und Körper verlangt nie dannach, ich vergesse es auch öfters, merke nach der Einnahme aber sofort die zentrierende, ausgleichene Wirkung was angenehm und nützlich ist. Ich würds also versuchen. Alles Gute aus der Schweiz !
Kommentar von: wilma Verfasst am: 15.06.2010

Ich verstehe die Vorbehalte auch sehr gut. Ich Mutter eines ads Kindes sehe aber auch die positiven Eigenschaften die die Tabletteneinnahme hat. Ja es gibt viele Nebenwirkungen.Würde er die Tabletten aber nicht nehmen, würde er in einer normalen Schule nicht klar kommen. Würde Außenseiter sein ,hätte seine Gefühle nicht unter Kontrolle weil er einfach nicht verstehen könnte warum die anderen ihn nicht verstehen . Sie handeln ganz anders als andere Menschen. Verstehen nicht warum andere auf sie böse oder gar wütend sind. Leiden immer darunter nicht mit anderen mithalten zu können. Kinder können grausam sein . wenn ein Kind aber so gemobt wird das es Psychisch am ende ist . Kein sebstvertrauen mehr hat , das leben einfach zu schwer zu meistern ist. Sollte man sich überlegen ob die Tabletten wirklich schlimmere Nebenwirkungen haben ,als das Leben ohne sie Leben zu müssen. Sich nicht Lebenswert und liebenswert zu fühlen und irgendwann den druck der Gesellschaft nicht mehr standhalten .Einfach mit dem Leben abschliesen wollen, einfach so nicht mehr leben wollen. Denn ich kenne auch jemanden der sein Kind unter keinen Umständen diese Tabletten geben wollten . Heute währen sie froh gewesen diese Möglichkeit noch zu haben. denn das Kind hat sich selber umgebracht. Das kan nämlich auch dabei raus kommen. Mein Kind ist jetzt wenigstens glücklich und hat eine Zukunft.
Kommentar von: sinchen77 Verfasst am: 10.08.2010

Also Leute ,mal ganz ehrlich.
Mein Mann hat ADHS. Dies wurde jetzt festgestellt,da seine tollen Eltern ihn so gemacht haben und sonst niemand 29 Jahre erkannt hat dass er nicht normal ist.
Also wir haben beide ganz klar gesagt nur mit Medis geht es voran.Er macht an einer Studie für Erwachsene mit und testet verschiedene
Medis,die a) ihn nicht runter ziehen und schläfrig machen, B) normal leistungsstark und nicht aggressiv machen.
Ich kann nur als wirklich heftig betroffene Frau sagen,würde er keine nehmen würde ich mich demnächst aufhängen,erschiessen oder trennen. Es ist die Hölle mit ihm.Schlagen,demütigen,Aggressionen mindestens einmal die Woche,wir sind erst 2 Jahre zusammen und verheiratet und haben einen Säugling.Ich selbst habe 2 Kinder mitgebracht aus erster Ehe,für uns alle ist der Alltag ein Alptraum.Wir können nicht mehr. Mir völlig gleich ob Medis ihn gefügig machen oder sonst was. Hauptsache ich und die Kinder werden wieder glücklich. Jetzt könnt ihr denken was ihr wollt. Macht eure Therapien ohne Medis mit euren Kindern,aber ich kann euch eins sagen,besser wird es nicht mit den Jahren. Wenn die Krankheit bis ins erwachsenenalter geht haben eure Kinder nur Probleme.Typisch Übereltern,sorry
Kommentar von: Andreas Verfasst am: 22.06.2010

Für mich ist die Wirkung der Tabletten ganz klar hilfreich fürs Leben.
Hätte ich sie in Kinderalter bekommen hätt ich mein Leben zu 100% nicht so versaubeutelt!
Naja jetzt mal mit 30 schauen was noch so auf zu holen ist.

lg
Kommentar von: Natascha Verfasst am: 23.10.2011

Hey Leute,
ich leide auch unter ADHS und mir hilft das Medikament Medikinet adult und ich bin jetzt 18 Jahre. Und bei mir wurde mit 7 Jahre ADHS festgestellt. Und ich hatte Retalien und Medikinet retard gehabt und das hat mir gut geholfen. lg

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