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Was ist Verhaltenstherapie?
 
Eine Verhaltenstherapie ist dann angebracht, wenn man z. B. unter ADHS, Depressionen, Angst, Panik, mangelndem Selbstvertrauen oder fehlender Selbstsicherheit oder Stress leidet. Ebenfalls ist sie angezeigt, wenn man Schweres erlebt hat, dessen Verarbeitung Mühe macht.
Jede Verhaltenstherapie zielt darauf, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die eine bessere Lebensqualität ermöglichen.
In der Verhaltenstherapie wird auf Ursachen geschaut. Zeitgemäße Verhaltensweisen oder dysfunktionale Denkmuster stehen im Vordergrund.
 
Was lernen Kinder bei einer Verhaltenstherapie
 
Bei einer Verhaltenstherapie sollen die Kinder unerwünschte Verhaltensweisen abbauen und gezielt neue erlernen. Geeignet ist die Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und siebzehn Jahren. Das Verfahren ist wissenschaftlich überprüft und praxiserprobt.
Therapierbar sind:
?ADHS und zusätzliche Verhaltensstörungen
?Lern- und Teilleistungsstörungen (z.B. Legasthenie)
?Trotz- und Oppositionsverhalten
 
Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?
 
Eine Verhaltenstherapie läuft in mehreren Phasen ab:

1: Vorab müssen sich alle Beteiligten (Kinder, Eltern, Lehrer, Erzieher) Kenntnis über die Störung aneignen. Denn eine effektive Kooperation gelingt nur, wenn alle gut informiert sind. Alle Mitwirkenden sollten sich dem Kind gegenüber konsequent verhalten und am gleichen Strang ziehen.
Das heißt: Positives Verhalten belohnen, negatives nicht. Beim Belohnungssystem werden genehmigte Handlungen verstärkt. Nur so lässt sich die erwünschte Verhaltensweise fest verankern.

2: Zusammen wird die Situation in Familie, Kindergarten oder Schulklasse geklärt. Daraus entwickeln sich Anstöße für die gemeinsame Arbeit.

3: Jetzt beginnt die tatsächliche Trainingsphase. Unter Anleitung eines Psychologen oder Ergotherapeuten erlernt der Patient , entweder allein oder in der Gruppe, mit seinem inneren Instinkt besser umzugehen.

4: Der Erfolg der Behandlung wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Alle werden befragt, speziell der Betroffene selbst. Am besten eignen sich Fragebögen, weil die Antworten besser vergleichbar sind. Ferner wird das Verhalten zu Beginn, während und am Ende eines Abschnittes auf Video dokumentiert. In Einzelfällen werden psychologische Tests durchgeführt.
 
Ab wann eine Verhaltenstherapie?
 
Die Verhaltenstherapie gilt ab dem Schulalter als die Erfolgs versprechendste Therapieform. Es wird davon ausgegangen, dass jedes Verhalten nach bestimmten Prinzipien erlernt, aufrechterhalten und auch wieder verlernt werden kann. Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die eine bessere Lebensqualität für alle Betroffenen ermöglichen. Sie kann in Form von Einzelgesprächen oder in der Gruppe unter Einbeziehung wichtiger Bezugspersonen erfolgen. Am Ende der Therapie sollten die Kinder oder Jugendlichen angemessener auf zukünftige Anforderungen reagieren können.
 


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