
Eine Verhaltenstherapie läuft in mehreren Phasen ab:
1: Vorab müssen sich alle Beteiligten (Kinder, Eltern, Lehrer, Erzieher) Kenntnis über die Störung aneignen. Denn eine effektive Kooperation gelingt nur, wenn alle gut informiert sind. Alle Mitwirkenden sollten sich dem Kind gegenüber konsequent verhalten und am gleichen Strang ziehen.
Das heißt: Positives Verhalten belohnen, negatives nicht. Beim Belohnungssystem werden genehmigte Handlungen verstärkt. Nur so lässt sich die erwünschte Verhaltensweise fest verankern.
2: Zusammen wird die Situation in Familie, Kindergarten oder Schulklasse geklärt. Daraus entwickeln sich Anstöße für die gemeinsame Arbeit.
3: Jetzt beginnt die tatsächliche Trainingsphase. Unter Anleitung eines Psychologen oder Ergotherapeuten erlernt der Patient , entweder allein oder in der Gruppe, mit seinem inneren Instinkt besser umzugehen.
4: Der Erfolg der Behandlung wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Alle werden befragt, speziell der Betroffene selbst. Am besten eignen sich Fragebögen, weil die Antworten besser vergleichbar sind. Ferner wird das Verhalten zu Beginn, während und am Ende eines Abschnittes auf Video dokumentiert. In Einzelfällen werden psychologische Tests durchgeführt.
|