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Symptome -- ADS ADHS
 
  • Beispiele ADS/ADHS

  • Aufmerksamkeitsstörung / Hyperaktivität / Impulsivität


  • Hinweisend auf das Vorliegen dieser Symptome sind Verhaltensauffälligkeiten in jeweils altersvariabler Ausprägung:
     
    ADS und ADHS im Säuglingsalter
     
    Viele Mütter berichten, dass ihre Kinder schon im Mutterleib ständig in Bewegung waren. Als Babys sind sie häufig Schreikinder, haben Koliken oder lassen sich schlecht füttern. Oft fällt schon im Säuglingsalter auf, dass diese Kinder sehr irritierbar sind, bei den kleinsten Geräuschen aufwachen und auf ihre Umwelt überempfindlich reagieren. Sie fallen durch übermäßiges und anhaltendes, schrilles Schreien auf. Die Babys sind ununterbrochen in Bewegung, strampeln, sind quengelig, reizbar, schreckhaft und werden schnell wütend. Sie wirken häufig angespannt und missmutig, schlafen schlecht und sorgen für Unruhe in der Nacht.

    Körperliche Nähe und Zuneigung scheinen sie nicht zu schätzen. Wollen die Eltern mit ihnen schmusen, schmiegen sie sich nicht an. Dieses Verhalten verunsichert die Eltern. Sie fragen sich, ob sie etwas falsch machen, sich vielleicht zu wenig um ihr Kind kümmern. Vermehrte Zärtlichkeit erwidert das Kind jedoch nicht.

    Kurzfassung: unerklärliche langandauernde Schreiphasen, motorische Unruhe, Ess- und Schlafprobleme, Ablehnung von Körperkontakt, Misslaunigkeit.
     
    ADS und ADHS im Kleinkindalter (einschließlich Kindergartenalter)
     
    Kleinkinder mit ADHS fallen durch ihr trotziges und störendes Verhalten auf. Sie haben große Schwierigkeiten sich an Regeln und Gebote zu halten und integrieren sich sehr schwer in die Gemeinschaft. Im Kindergarten beteiligt sich das ADS / ADHS- Kind nicht konstruktiv an Gruppenspielen. Zudem haben diese Kinder eine enorm niedrige Frustrationsgrenze, was das Spielen in der Gruppe fast unmöglich macht.

    Auch dominieren sie gerne und wollen im Mittelpunkt stehen. Auf der anderen Seite ziehen sie sich auch oft alleine in eine Ecke zurück.

    Konstruktives Spielen mit anderen ist für ADHS- Kinder schwierig und gelingt nur mit Freunden, die sich auf die Fremdbestimmung einlassen können.

    Durch dieses störende Verhalten in der Gruppe werden die nicht selten ausgeprägten pro-sozialen Verhaltensweisen von ADHS- Kindern übersehen.

    Sie sind häufig spontan hilfsbereit und zeigen z. B. impulsiven Einsatz für ungerecht behandelte Kinder.

    ADHS- Kinder mit ausgeprägter Hyperaktivität können sich meist nicht sinnvoll alleine beschäftigen. Sie sind oft zappelig und spielen chaotisch, destruktiv und wenig ausdauernd. Meist können sie sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren.

    Kaum haben sie mit einem Spiel begonnen, wechseln sie zum nächsten.

    Oft klagen sie über Langeweile. Beim Aufräumen des Zimmers lassen sich die Kinder ständig ablenken, sodass trotz ihres eifrigen Bemühens an Ordnung nicht zu denken ist.

    ADHS- Kinder sind beim Spielen sehr ausgelassen, teils ungeschickt und haben wenig Gespür für Gefahren.

    Sie laufen bspw. häufig weg und rennen ungehalten auf die Straße.

    Ein hyperaktives Kind muss daher mehr beaufsichtigt werden als andere Kinder. Im Allgemeinen haben ADHS- Kinder große Schwierigkeiten, sich vorsichtig, überlegt und rücksichtsvoll zu verhalten.

    Bei Mädchen ist häufig keine Hyperaktivität vorhanden. Sie neigen eher zu Träumereien, sind völlig im Spiel versunken und trödeln gerne.

    Manche ADHS- Kinder lernen verhältnismäßig spät Laufen und können sich später nicht selbst ankleiden oder ihre Schuhe binden.

    Probleme kann es bei einigen Kindern auch mit der Sauberkeitserziehung geben. Andere ADHS- Kinder neigen zum Bettnässen und zu Schlafstörungen. Verhaltensauffälligkeiten können auch beim Essen auftreten.

    Manche Kinder stopfen entweder ungehindert alles in sich hinein oder sind ausgesprochen wählerisch. Verhaltensweisen dieser Art treten natürlich auch bei anderen Kindern auf, sind aber nicht so stark ausgeprägt.

    Die Eltern von ADHS- Patienten sind häufig ratlos, fühlen sich überfordert und geben sich selbst die Schuld für das "ungezogene" Verhalten ihres Kindes. Meist bedürfen sie ebenso einer professionellen Hilfe wie ihr ADHS- Kind.

    Kurzfassung: plan- und rastlose Aktivität, schnelle, häufige und unvorhersagbare Handlungswechsel, geringe Ausdauer bei Einzel- und Gruppenspiel, ausgeprägte Trotzreaktionen, unberechenbares Sozialverhalten, Teilleistungsschwächen; vermehrte Unfallgefährdung; auffallend früher Spracherwerb oder auch verzögerte Sprachentwicklung; keine beständigen Freundschaften, Kinder meist isoliert.
     



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