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Nebenwirkungen
 
In Langzeitstudien konnten keine negativen psychischen oder somatischen Auswirkungen durch die Therapie mit Psychostimulantien festgestellt werden. Im normalen Dosisbereich (unter 1 mg/kg KG/Tag) treten nur selten und meist nur zu Beginn der Behandlung Nebenwirkungen auf. Die meisten Nebenwirkung lassen sich beherrschen durch Verminderung der Dosis, Änderung der Verabreichungszeiten oder Wechsel des Medikamentes.
Die am häufigsten zu beobachtenste Nebenwirkung ist der Appetitmangel. Dieser ist meist während der Wirkdauer gebremst. Meist essen die Kinder nichts oder nur sehr wenig über den Tag verteilt.
Sollte dies so sein, ist es ratsam das Essverhalten umzustellen und die Hauptmahlzeit auf den Abend verlegen. (Wichtig viele Kohlenhydrate verwenden
Außerdem sollte daruf geachtet werden, das die Kinder gut gefrühstückt haben, schon daher, weil die Medikamente nicht auf leerem Magen genommen werden sollen.

Viele Kinder haben ihre Besonderheiten in der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung und mögen nicht viele Nachrungsmittel. Allerdings essen diese Kinder meist auch ohne Medikamente sehr wenig.

Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Kind an den Mahlzeiten teilnimmt und seine Hauptkalorien abends bekommt.
  • Regelmäßige Kontrollen beim Arzt von Größe, Gewicht und Blutdruck.
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    Zusätzliche Nebenwirkungen
     
    In abnehmender Häufigkeit:
  • Schlafstörungen (verschwinden meist unter niedriger abendlicher Stimulantiengabe)

  • Dysphorie, Weinerlichkeit

  • Kopfschmerzen (verschwinden meist nach ca. 2 bis 3 Wochen)

  • Bauchschmerzen (verschwinden meist nach ca. 2 bis 3 Wochen)

  • Schwindel

  • Reboundhyperaktivität bei Nachlassen der Wirkung

  • Auslösung oder Verschlechterung bestehender Tic-Störung
    (fast immer vorübergehend, manchmal Aufhören der Tics unter Stimulantienbehandlung, evtl. zusätzliche Behandlung nötig)

  • Vorübergehende Wachstumsverlangsamung bei normaler Endgröße

  • Dosisabhängige Puls- und Blutdruckerhöhung


  • Bei größeren Kindern bzw. Jugendlichen sollten diese bei der Frage nach Medikation mit einbezogen werden. Sie sollten genau darüber informiert werden, welche Wirkungen und auch Nebenwirkungen auftreten.
     
    Tipps und Tricks zur Tabletteneinnahme
     
    Tipps und Tricks zur Tabletteneinnahme

    Viele Kinder haben Probleme, Tabletten herunterzuschlucken.
    Dies kann daran liegen, dass manche Tabletten z.B. bitter schmecken oder auf der Zunge bzw. im Mund ?kleben? bleiben.
    Es gibt aber einige einfache Tricks, mit der das Schlucken der Medikamente viel besser klappt.

    Man nimmt z.B. eine Schokoladenstreusel oder ein Tic Tac.
    1. Legt das Stückchen auf die Mitte der Zunge.
    2. Macht die Zunge dabei flach und steckt sie nicht heraus.
    3. Nimmt ein Schluck Wasser in den Mund.
    4. Neigt den Kopf ein kleines bisschen nach hinten.
    5. Schluckt das Stückchen herunter, ohne dabei zu atmen.
    6. Trinkt einen großen Schluck nach.

    War nicht schwer, oder?
    Macht es mit den Tabletten genau wie bei der Übung.
    Bei bitteren Tabletten kann man vorher ein Stück Schokolade lutschen, danach ist der Mund mit einem Schutzschild versehen, durch den der bittere Geschmack nicht durchkommt.
    Man sollte aber erst den Arzt fragen, ob sich die Tabletten mit Schokolade vertragen.
    Eine andere Möglichkeit wäre die Tablette mit einem Stück Brot, welches richtig durchgekaut werden sollte, zu nehmen.
     



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