Erwachsene, die selbständig leben, können Schwierigkeiten beim Wohnen und der Haushaltsführung und beim Arbeiten oder in der Freizeit haben und benötigen Hilfestellungen.
Man merkt den davon Betroffenen ihre Probleme meist nicht sofort an, sie sind erst auf den zweiten Blick auffällig.
Sie wirken auf ihre Umwelt seltsam, verschroben, ängstlich, schüchtern, unfreundlich, egoistisch, unhöflich, unnahbar, undankbar usw ...
Menschen mit Asperger-Syndrom müssen oft unter Ausgrenzung und Mobbing leiden. Sehr oft werden sie als gestört oder verrückt bezeichnet.
Weil sie oft perfekt sprechen können, wird angenommen, dass sie auch alles verstehen. Verglichen am autistischen Spektrum sind sie nur relativ leicht betroffen und so wird häufig angenommen, sie brauchten keine Hilfe.
In Wirklichkeit benötigen Menschen mit Asperger-Syndrom ganz spezielle Hilfe und ganz besonderes Verständnis, denn sie werden immer an den Maßstäben derer gemessen, die kein Asperger-Syndrom haben, und so kommt es ständig zu Fehlurteile und Überlastungen. Die Erfahrungen damit und die spätere Selbsterkenntnis, dass sie diese Erwartungen kaum werden erfüllen können, so sehr sie sich auch anstrengen, verursachen große Leiden.
Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom müssen eine Gratwanderung zwischen Fördern, Fordern und Überfordern bestehen. Sie machen sie sich große Sorgen um ihr Kind, haben oft Angst, dass es als Erwachsener kein selbständiges Leben führen kann, da ihm viele praktische und soziale Fähigkeiten fehlen, die im Alltagsleben benötigt werden. Sie müssen sich Vorwürfe anhören, sie seien nicht fähig, ihr Kind richtig zu erziehen. Sie werden von Fragen gequält, auf die sie selten eine Antwort erhalten:
All diese Fragen können für Eltern zu großen Belastungen führen.

