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Nicole Ziegler
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ADHS bei Erwachsenen
 

Thread StarterNicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 06.01.2007, 21:55:54 Uhr


Unaufmerksam? Ablenkbar? Impulsiv? Vergesslich? Zerstreut?
Fallen soziale Kontakte und Kommunikation schwer?
Sind Sie empfindlich und haben kein Selbstwertgefühl?


Da ADHS sich im Erwachsenenalter sich ganz unterschiedlich äußert und schubweise auftreten kann, führt es nicht bei jedem Betroffenen zu Problemen im Alltag und im Beruf.
Einige Erwachsene haben nach wie vor Schwierigkeiten mit Konzentration und Aufmerksamkeit.
Das hyperaktive Verhalten aus der Kindheit geht bei einigen in Inaktivität über, die sich vereint mit Nervosität und innerer Unruhe.
Bei problematischer Entwicklung und gravierenden Teilleistungsstörungen kann die berufliche und auch persönliche Entwicklung stark beeinträchtigt werden.

Manche Erwachsene haben Stimmungsschwankungen und sind psychisch labil (Depressionen), oder sind sehr impulsiv.
Diese Impulsivität kann schnell zu unüberlegten Entscheidungen, Ungeduld und auch Jähzorn führen.
Andere dagegen leiden an einer depressiven Stimmung, welche mit Antriebslosigkeit und ausgeprägten Schlafstörungen verbunden ist. Manch einer entwickelt dabei Selbstmordgedanken.

Außerhalb der Familie haben diese Erwachsene häufig kaum Freunde. Sie wollen immer Recht behalten und können schlecht Kompromisse eingehen. Daher ecken Sie immer wieder mit ihren Mitmenschen an. Sie haben meist nur ein oder 2 richtige Freunde, welche sie so akzeptieren, wie sie sind.
Häufig kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit ungehaltenen Wutausbrüchen.

Ein harmonisches Familienleben ist aber dennoch möglich, wenn es dem ADHS´ler gelingt, einen Partner zu finden, der ihm in distanzierter Weise den Weg weist und dadurch eine Coaching- Funktion übernimmt.
Finden sich zwei Partner, die beide Probleme mit der Bewältigung im Alltag haben, wird dies schwieriger.

Die meisten Erwachsenen nehmen erst dann professionelle Hilfe in Anspruch, wenn sich Konflikte mit dem eigenen diagnostiziertem Kind, oder dem Ehepartner zuspitzt.
Meist ist es Ihnen aber gar nicht bewusst, dass eine Erkrankung die enormen Schwierigkeiten in Familie und Beruf beeinflusst.

Wendet man sich an einen erfahrenen Arzt, besteht die Chance, den eigentlichen Ursachen der Probleme auf die Spur zu kommen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.

Es gibt aber auch viele ADHS- Erwachsene, die gelernt haben, damit zu leben und ihren Alltag gut bestreiten können.






Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)


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1. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Emmy



PostRank 1



Mitglied seit 01.02.2007
Beiträge: 4

Verfasst am 01.02.2007, 23:54:25 Uhr


Hallo, ich bin 36 und habe seit meiner Kindheit große Probleme mein Leben in den Griff zu bekommen. Schon als Kind merkte ich schon alzu deutlich, das etwas mit mir nicht stimmt und wollte oft nicht weiterleben. Später dachte ich, das ich alles im Griff hatte, auch wenn meine
Probleme noch da waren, ich begann mich zu "organisieren" und schließlich war ich ja nicht mehr allein. Auch wenn es von Anfang an in unserer Partnerschaft nicht klappte, ich begann zu kämpfen. Mein Sohn war von Anfang an ein Wunderkind, mit den Wegen von Arzt zu Arzt
begannen wir uns kennenzulernen und die Diagnose ADHS mit autistischen Zügen.
Er ist jetzt schon 11 und bereitet uns viel Freude aber auch immer noch viel Leid.
Meine Tochter, habe ich immer behauptet, ist ganz anders, und doch bin ich jetzt soweit, den Weg einer Diagnostik zu gehen, denn auch ihr Leidensdruck wird immer größer.Sie ist 6.
Für mich war schon immer der Streß das Hauptproblem und nun bin ich so weit ,das ich nicht mehr schaffe, Arbeit, Mann, Kinder,Haushalt und alle Termine unter einen Hut zu bringen und bin kurz davor aufzugeben. Eigentlich könnte ich nur noch schlafen und möchte nicht mehr aufwachen, meinen Partner möcht ich nicht mehr sehen, er macht mir das Leben zur Hölle und dann schlafe ich doch die ganze Nacht nicht, denn abends nach 10, ist die einzige Zeit die ich habe zur Ruhe zu finden und dann schaffe ich es doch nicht.
Meine Kinderärztin hat mich schon angesprochen, ob auch ich die selben Probleme wie mein Sohn habe. Oft habe ich schon in Erwägung gezogen, mir Hilfe zu holen, aber ich weiß nicht wie und wo. zu meiner Hausärztin habe ich kein Vertrauen.
Was kann ich nur tun, wie soll ich das je wieder hinkriegen?
Ich möchte doch eine gute Mutter sein und sehne mich so nach Liebe, aber auch nach Verständnis.
Was kann ich nur tun, damit es uns Allen wieder besser geht? Wo gibt es einen Arzt, der mich nicht auslacht? Vieleicht kann mir irgend Jemand helfen.

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2. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Thread StarterNicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 02.02.2007, 10:15:14 Uhr


Hallo Emmy

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.
Deine Verzweiflung kann ich sehr gut nachvollziehen. Bin 3fache Mutter und hab auch schon oft gedacht, wie soll es nur weitergehen.
Gibt es denn bei Euch keine SHG, wo Du vielleicht mal hingehen könntest?
Was Du von dir selbst schreibst, klingt schon sehr nach derzeitigen Depressionen.
Meine Empfehlung wäre, such dir einen Psychologen.

Es gibt in Bautzen eine Selbsthilfegruppe, vielleicht können die Dir ja einige Adressen geben.
Selbsthilfegruppe Hyperaktives Kind
KJZ Wally
Wallstraße 3
02625 Bautzen
Telefon: 03591 44362

Würde es auf jeden Fall versuchen, denn Du brauchst dringend Hilfe.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, dies alles durchzustehen, da ich weiß, dass es sehr schwer ist.

Viele liebe Grüße






Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)


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3. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Emmy



PostRank 1



Mitglied seit 01.02.2007
Beiträge: 4

Verfasst am 02.02.2007, 16:48:23 Uhr


SChön, das du so schnell geantwortet hast,Nicky- werde auf jeden Fall versuchen, etwas ins Rollen zu bringen.habe aber auch genau davor viel Angst.
Als mein Sohn noch klein war, war ich in einer Selbsthilfegruppe in Löbau, die sich aber schon lange aufgelöst hat.Aber meinst du die SHG in Bautzen ist auch Ansprechpartner für mich als Erwachsenen?
Kann ich mich auch allein an einen Psychologen wenden, oder muß dies über den Hausarzt erfolgen?
Es tut gut, sich mal was von der Seele zu reden und verstanden zu werden- Danke
Emmy

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4. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Thread StarterNicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 02.02.2007, 18:43:41 Uhr


Hallo Emmy

Ich denke schon, da viele Eltern ja auch betroffen sind, dass dir einige dort einen guten Tipp geben könnten.
Was den Psychologen betrifft, hatte ich eine Überweisung vom Hausarzt. Dann habe ich mir einen gesucht. Mittlerweile bin ich zwar schon beim 3. aber denke, er ist jetzt der Richtige.

Viele Grüße






Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)


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5. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Emmy



PostRank 1



Mitglied seit 01.02.2007
Beiträge: 4

Verfasst am 03.02.2007, 15:43:38 Uhr


Heute habe ich endlich das Buch "ADHS im Erwachsenenalter" bekommen und gleich durchgeschmöckert. Ist ja wirklich empfehlenswert. Wenn solche Psychologen hier vor Ort wären, das wäre toll! Scheue mich immer noch,den ersten Schritt zu machen und vor demm Zeitaufwand und den langen Wartezeiten. Was wenn der Arzt gar keine Ahnung hat, mir was Falsches vorschlägt? Kann ich dann wirklich einfach so zum Nächsten?
Schade, Nicky, das ihr nicht hier in der Nähe seid, aber ich werd Mo mal in Bautzen anrufen.
In großen Städten, so ja auch in Dresden gibt es bessere Ansprechpartner, als hier bei uns.
Hat vieleicht Jemand schon Erfahrungen mit einer Theraphie bei einem erwachsenen ADS`ler
gemacht und kann mir davon berichten?
Freue mich auf Nachrichten, gern auch privat

Emmy

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6. Antwort auf: ADHS bei Erwachsenen
 

Mona12



PostRank 1



Mitglied seit 29.01.2007
Beiträge: 15

Verfasst am 05.02.2007, 17:49:38 Uhr


Hallo Emmy! Was du da beschreibst kenne ich auch sehr gut. Nur ich hatte und habe das Glück das mein Mann und meine ganze Familie hinter mit stehen. Es gibt auch die Moöglichkeit im Landratsamt mit einem Psychologen zu sprechen. Die sitzen beim Gesundheitsamt. Frage doch einfach mal nach dort. Das nennt sich glaube Psychologischer Dienst, doch so genau weiß ich das leider nicht. Ich weiß es nur das es das gibt, weil meine P. dorthin gegangen ist nach ihrem Studium.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Mona

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