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Nicole Ziegler
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Bipolar oder (und) ADHS
 

Thread StarterMira1984



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Mitglied seit 02.09.2009
Beiträge: 1

Verfasst am 02.09.2009, 15:20:09 Uhr


Hallo Zusammen,
ich habe jetzt seit 2 Jahren die DIagnose v. a. Bipolar II Störung,
konnte bis jetzt mich nicht damit identifizieren, dass was bei mir nicht
stimmt weiss ich selber. Ich nehme jetzt seit 2 Jahren Medikamente und
auch recht hochdosiert ein. Stimmungsmäßig geht es mir auch besser,
aber ich bin immernoch sehr vergesslich, leide am Essentiellen Tremor,
ich kann mich nicht kozentrieren und kann jetzt seit 1 Jahr kein Buch mehr
lesen, schaffe meine Arbeit nicht mehr richtig, kann nicht still sitzen, bin absolut chaotisch, oft fühle ich mich kraftlos wenn ich Abends meine Tablette (seroquel machtr nicht abhängig) nicht nehme habe ich schwere Schlafstörungen, ich kann kein richtiges Gespräch führen da der Faden immer mal wieder abreisst. Ich kann mich erinnern das ich als junges Mädchen nicht gut schlafen konnte, wurde oft in der NAcht wach...

Ich war als Kind immer eine kleine Träumerin, und meine Eltern hätten
mich am liebsten in die Vorschule gesteckt. Meinen Werdegang in der Schule habe ich immer mit einem blauen Auge geschafft. Ich war immer klassenaußenseiter und hatte oft Schlägereinen in der Schule. Als ich dann später auf die Hauptschule kam, waren
die ertsen Jahre OK. Ich hatte gute Schulnoten, aber ich war immer Klassenaußenseiter.

Als ich dann in die 8. Klasse ging wurde ich langsam Lehrern gegenüber auffällig und flog auch oft aus dem Unerricht raus. Der Höhepunkt war dann in der 9. Klasse, als ich von der Schule flog. Seit dem ich denke kann bin ich nur mit Problemen um meine Person konforntiert.

Ich war damals sehr sportlich und habe fast jeden Tag Sport gemacht. Als ich dann 12Jahre alt wurde fing dieser Scheiß Tremor an zu erst in den Händen. Heute ist der Tremor in den Beinen, Händen und im Nacken.

Mit 17 hörte ich dann mit dem Sport auf und zog alleine nach Köln, dort begann ich meine Ausbildung zur Krankenschwester. Ich habe diese Ausbildung gehasst und sie war mit sehr vielen Ängsten verbunden. Ich konnte mich Personen nur schwer unterordnen... Ich war im Unerricht nie Aufmerksam malte Bilder und langweilte mich. Meine Ausbildung bestand ich und arbeite danach noch 3 Jahre als Krankenschwester... Ich habe als Krankenschwester ein sehr gutes Wissen, aber schriftlich war ich immer eine null, da ich oft Flüchtigkeitsfehler in den Klausren gemacht habe....

In mitten meiner Ausbildung fing ich dann an Drogen zu konsumieren... falscher Ort falsche Zeit... Ich bin an sehr miese Menschen geraten, da ich immer um jeden \"Freund\"
froh war, der sich mit sowas wie mir abgibt.

2006 war es dann soweit, dort hatte ich dann eine Drogeniduzierte Depression. Ich ging
auch in Psychotherapie, aber die Scham war so groß, dass ich mich nicht traute darüber zu reden. Hätte ich damlas einfach die Wahrheit gesagt...

Ca. 1 Monat später stand dann die Diagnose, und ich wurde zu erst mit Valporin zugestoft, das Medikament tat mir gar nicht gut, und bis heute kann ich dieses Krankheitsbild nicht annehmen... Ich habe die Medikamente dann abgestetzt...Danach kam Seroquel 300mg zur Nacht, das Medikament ist auch ganz ok, aber ich bin immernoch unkonzentriert und habe trotzdem noch viele Ängste, kann nicht still sitzen...es bringt mir nicht die gewünschte Stabiliserung...Das was bei mir nicht stimmt weiss ich selber, aber ich bin mir sicher nicht diese Krankheit zu haben....
Ich will endlich was an meinem Leben ändern und nicht ganz normal, aber wenigstens
ein halbwegs normales Leben fürhen... Ich will endlich Besserung...

Ich brach die Therapie ab und rutschte noch mehr in den Drogensumpf, aber es war keine Manie, sondern ich wollte bewusst Drogen nehmen, und keine Manie hält 2 Jahre an...

Zum Glück lernte ich dann irgendwann meinen Freund kennen, und ohne darüber zu sprechen oder nachzudenken konsumierte ich keine Drogen mehr, da ich sie jetzt nicht
mehr brauchte...

Vor 1Jahr bin ich als Krankenschwester aus der Pflege ausgestiegen, und habe auch eine super Beförderung bekommen... Es ist ein Job bei dem ich mich nicht soviel bewegen muss, als wie in der Pflege und seit dem habe ich ganz schlimme Konzentrationsprobleme und kann nicht lange still auf einem Stuhl sitzen, habe einen ganz schlimm ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, kann nur sehr schwer lernen...
ich verliere ständig irgendwas, kann der Arbeit nicht zu 100%
nachgehen, oft schiebe ich mir einen Riegel vor und ich stehe total unter Strom die Energie sprudelt in mir... vor ein paar Tagen stieß ich dann auf ADHS... Ich habe jetzt diese Woche einen Termin zur sytemischen Psychotherapie und ich werde ihr auch meinen Verdacht erzählen, aber ich fände es ganz interessant zu wissen ob da draußen noch jemand ist dem es so ähnlich ergangen ist wie mir? und was hat demjenigen geholfen? Wie ist er/sie damals darauf gekommen? und hat Er/Sie einen Tipp für mich?

Ich weiss dder Grad ist schmal zwischen Bipolar und ADHS...

Vielen Dank

Mira

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1. Antwort auf: Bipolar oder (und) ADHS
 

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Mitglied seit 10.12.2009
Beiträge: 2

Verfasst am 10.12.2009, 12:59:16 Uhr


Also wenn ich darüber nachdenke ist das meine Story nur meine ist ein bisschen Härte in manchen Situationen. Ich war immer der Klassenclown aber auch gleichzeitig ein Außenseiter weil ich anders als die normalen Kinder war. Das kam daher das ich ein blindes Auge habe und alle auf mir rumhacken mussten von wegen "Ölauge". Ich griff auch zu den Drogen was heute noch der fall ist aber durch den ewigen Konsum werde ich mittlerweile Depressiv.

Naja jetzt gehts mir ganz jut weil ich nicht jeden aufbinde das ich Psychisch-Labil bin und sie sollte mich so aktzeptieren wie ich bin.

Sei froh das du mit deinem Freund zusammen leben kannst, ich kann mit einer Person nur 2 Monate zusammen leben dann werde ich automatisch gegenüber der Person aggressiv obwohl ich das eigentlich nicht will. Ich such mir den kleinsten scheiss worauf ich nicht klar komme z.B. sie läuft nicht so wie ich das will.
Am schlimmsten finde ich wenn man schlafen will. Weil ich kann nebengeräusche garnicht leiden da platze ich und wenn ich abends mich dann hinlege versuche zu schlafen bin kurz davor einzuschlafen muss genau dann mein partner lauter atmen da seh ich meist error und dann fängt das tägliche streiten an.


Im allgemeinen hat mir ein Freund geholfen der mir ein bisschen Selbstbewusstsein aufgebaut hat.


Ein Tipp von mir ziehe mal in betracht in einer Nervenklinik zu gehen das hat mir sehr geholfen mit meiner Krankheit umzugehen (ich hatte mich selbst einweisen lassen).
Für mich waren die kosten zwar hoch aber das war es mir wert.
Such dir auch Freunde die Tag und Nacht für dich da sind wenn du sie brauchst sowas kann auch sehr hilfreich sein.


MfG


P.S. Ich bin für alle fragen offen

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2. Antwort auf: Bipolar oder (und) ADHS
 

Dope4you



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Mitglied seit 02.05.2011
Beiträge: 2

Verfasst am 02.05.2011, 19:36:59 Uhr


Hallo,

Vieles in deinem Lebenslauf paßt auch bei mir wie die Faust auf´s Auge. Ich habe seit kurzem die Diagnose Bipolar erhalten, konnte aber wegen einer "Medikamenten Phobie" (Hab panische Angst vor neuen Medis-geht bis in den Schockzustand..) noch nicht auf das von den Ärzten so geliebte Lithium gesetzt werden. Weil meine Schwankungen unter Ultra Ultra Rapid gefallen sind hab ich zum Rentenversicherungsträger wegen EU Rente müssen. Nun hat der Gutachter auch die Diagnose Bipolar in Frage gestellt und ist auf die Verdachtsdiagnose ADHS gekommen. Scheinbar ist ADHS eine Ausschlußdiagnose und ich muss jetzt zu einer Psychiatrischen Ambulanz.

Hab mich in ADHS eigentlich mehr wiedergefunden als bei Bipolar. (Obwohl Bipolar sich doch um einiges cooler anhört )
Viele Umstände in meinem Leben deuten aber scheinbar mehr auf ADHS als auf Bipolar hin. Hab auch noch leichte Zwangshandlungen, schwerste Depressionen und die bereits erwähnte Phobie - hauptsächlich Medis und Lebensmittel die Allergien oder andere Reaktionen auslösen können)

Ich würde gerne wissen ob hier jemand Erfahrung mit Berentung gemacht hat und auch gerne Therapievorschläge bekommen, welche Art ist Sinnvoll (Verhalten/Gespräch usw.)

Wie du oben geschrieben hast das du mit den Drogen aufgehört hast finde ich beeindruckend, hab es im Grunde genauso gemacht, hatte in mir das Gefühl aufhören zu müssen und jetzt seit 12 Jahren nichts mehr eingeworfen oder getrunken. Hab eigentlich nie verstanden wie das gegangen ist einfach so damit aufzuhören, interessant zu lesen das ich kein "Einzelfall" bin.

Würde gerne mehr zu dem Thema erfahren und mich freuen wenn jemand antworten würde.

LG

Thomas

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