Verfasst am 04.07.2009, 22:37:09 Uhr

Hallo,
ich bin seit 1,5 jahren mit meinem Freund zusammen, dem ADS diagnostiziert wurde. Er ist 25 Jahre alt und hat sein Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachgemacht wovor ich großen Respekt habe.
Nun hat er vor 2 Jahren angefangen Jura zu studieren. Er bekommt BaFög und hat leider noch einen KfW-Kredit beantragt und bekommt so monatlich über 1000 Euro, was für einen Studenten schon ziemlich viel ist. Das Schlimmste ist dass er seit diesen 2 Jahren immer wieder versucht alles perfekt zu machen, sich super für die Jura-Klausuren vorzubereiten etc. Aber er scheitert immer wieder an seinem eigenen Chaos. Er geht in keine Vorlesung. Er hat keinen Nebenjob. Er sitzt tagtäglich zu Hause und versucht zu lernen und scheitert immer wieder. Zu den Klausuren geht er dann gar nicht mehr. Und doch gibt er nicht auf. Er versucht es immer wieder. So steigen die Schulden, die er wegen des Kredites macht und es passiert nichts. Das macht mich so wahnsinnig und wir haben deshalb auch schon oft gestritten. Ich habe ihn lange Zeit versucht zu unterstützen aber jetzt bin ich an dem Punkt wo ich glaube dass das total crass ist, was er macht. Ich kenne niemanden der so ein Leben führt. Das zermürbt micht total. Ich habe auf ihn eingeredet er solle was anderes machen, was ihn glücklicher macht (z.B. einen anderen Studiengang wählen) oder soll doch lieber wieder arbeiten gehen. Aber so geht es dohc nicht weiter. Findet ihr, ich übertreibe, wenn ich so denke? Findet ihr meine Angst übertrieben? Ich habe so Angst dass er bald vor einem Riesenhaufen Schulden steht und kein Studium schafft...was soll ich nur machen? ich will ihn nicht verlassen und doch kann ich das nicht mehr mitansehen und denke über trennung nach? was würdet ihr machen? weiterhin tatenlos zusehen wie er in sein unglück stürzt?
ich bin echt verzweifelt...
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