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Nicole Ziegler
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Depressionen
 

Thread StarterNicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 05.01.2007, 23:27:06 Uhr


Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine behandlungsbedürftige und am häufigsten auftretende psychische Erkrankung.
Man kann sich nicht aus eigener Kraft aus dieser Stimmung befreien. Bei Nichtbehandlung kann sie Monate, sogar Jahre andauern.
Menschen aus allen Kreisen können daran erkranken, Frauen doppelt soviel wie Männer.
Wenn der Erkrankte erkennt, dass er an Depressionen leidet und sich in Behandlung gibt, können Depressionen gut behandelt werden.

Depressionen können ohne äußere Ereignisse auftreten, meist hat man durchgängig eine gedrückte Stimmung.
Depressionen haben unterschiedliche Symptome.

Woran erkennt man eine Depression?

Um eine Depression diagnostizieren zu können, muss man einen erfahrenen Arzt haben und zu allererst körperliche Störungen ausschließen.

Merkmale einer Depression

Traurige Stimmung:
Tiefe Traurigkeit und Freudlosigkeit, man fühlt sich niedergeschlagen und mutlos und ist gedrübter Stimmung.

Konzentrationsstörungen:
Arbeit, welche sonst leicht viel, strengt an, man fühlt sich überfordert, muss immer wieder Grübeln.

Schuldgefühle:
Meist glaubt man, selbst Schuld zu sein und es auf eigenes Versagen führt. Quälende Schuldgefühle

Schlafstörungen:
Meist liegt man, trotz großer Müdigkeit lange wach, kann nicht einschlafen und grübelt.
Andere haben ein größeres Schlafbedürfnis und fühlen sich nach längerem Schlafen immer noch nicht erholt.

Angst:
Man hat Angst, unerwünscht zu sein oder anderen eine Last zu sein. Dazu führt häufig Angst und Sorge um Angehörige.

Körperliche Beschwerden:
Diese Beschwerden werden auch somatische Anzeichen genannt. Obwohl man über Schmerzen klagt, kann man keine körperlichen und organischen Ursachen feststellen. Diese sind Bspw. Kopfschmerzen, Schulterschmerzen, Magenprobleme und Herzschmerzen.

Libidoverlust:
Bedeutet nachlassendes Interesse an Sexualität, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Mangel, Lust zu empfinden.
Dies kann mangelndes Selbstwertgefühl noch zusätzlich belasten.

Viele fühlen sich nutzlos, Sie entwickeln häufig ein Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und Nutzlosigkeit. Man sieht keinen Sinn mehr und wünscht sich, nicht mehr am Leben teilzunehmen. Oft sehen Sie den Tod als eigenen Ausweg.
Diese Suizidgefahr tritt sehr häufig auf und ist ein sehr hohes Risiko.
Wichtig ist, dass Depressive meist Ihr Vorhaben ankündigen und daher sollte man dies sehr ernst nehmen und versuchen mit ihm ein Gespräch zu führen, bei dem man über seine Sorgen und Ängste sprechen kann.

Damit man eine Depression erkennt, sollte man den Arzt dabei helfen und offen über alles reden.

Ursachen einer Depression

Erbliche Veranlagung:
Kinder, deren Eltern unter Depressionen litten, haben eine große Wahrscheinlichkeit auch später an Depressionen zu erkranken.

Neurobiologische Faktoren:
Es ist sicher, das körperliche Ursachen zu einer Depression führen können. z.B. das Ungleichgewicht bzw. eine gestörte Konzentration von bestimmten Botenstoffen im Gehirn, den Neurotransmittern.

Umweltfaktoren:
Sind schmerzliche Erlebnisse, die in der Kindheit passieren können und erst im Erwachsenenalter wieder hervortreten. Auch der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Tod einen Angehörigen können zu Depressionen führen.

Sonstige Faktoren:
Können beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen sein.

Schweregrad von Depressionen

Leichte Depressionen:
Nennt man, wenn diese über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen auftreten und mindestens 2 Hauptsymptome und ca. 2 Zusatzsymptome auftreten.

Mittelschwere Depressionen:
Sind mindestens 2 Wochen lang und treten mit 2 Hauptsymptomen und 3 bis 4 Zusatzsymptomen auf.

Schwere Depressionen:
Sind mindestens 2 Wochen lang und treten mit 3 Hauptsymptomen und mindestens 4 Zusatzsymptomen auf.

Körperliche Symptome können bei allen Depressionen auftreten. Depressionen können auch nur einmal auftreten oder sich in unterschiedlichen Abständen wiederholen. Dies wird dann rezidivierende Depression genannt.

Behandlungsformen bei Depressionen

Depressionen kann man medikamentös behandeln sowie mit mit Psychotherapie behandeln.

Psychotherapie:
Um eine Psychotherapie durchführen zu können, muss der Depressive mitarbeiten.
Je nach Schweregrad der Depression muss erst eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva durchgeführt werden. Danach haben Sie meist die Stabilität, um eine z.B. Gesprächstherapie durchführen zu können.

Medikamentöse Therapie:
Diese Medikamente, welche stimmungsaufhellend oder beruhigend wirken, nennt man Psychopharmaka. Sie wirken auf den Stoffwechsel im zentralen Nervensystem (Gehirn).
Meist kommen Antidepressiva zum Einsatz. Diese machen nicht abhängig. Allerdings brauchen diese Medikamente ca. 10 bis 14 Tage bis sich eine Besserung einstellt.
In der Regel nimmt man diese Medikamente ca. 6 bis 9 Monate.
Natürlich können auch Nebenwirkungen auftreten, wie Appettitzunahme, oder Mundtrockenheit. Die neuen Antidepressiva sind aber sehr gut Verträglich.






Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)




editiert am: 07.01.2007, 00:01:13 Uhr
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1. Antwort auf: Depressionen
 

Thread StarterNicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 28.04.2008, 10:18:26 Uhr


Notfallnummern bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen
Bundesweit
TelefonSeelsorge in Deutschland
+49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei)
+49 (0)800 111 0 222 (gebührenfrei)






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