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Nicole Ziegler
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Diagnostik
 

Thread StarterTony1285



PostRank 2



Mitglied seit 23.11.2007
Beiträge: 54

Verfasst am 14.01.2008, 09:40:10 Uhr


Da heutzutage sehr schnell von Ärzten eine Diagnose ADHS gestellt wird, möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass eine genaue Diagnostik gestellt werden muss.
Es kann nicht sein, dass man sein Kind einmal vorstellt und sofort eine Diagnose gestellt wird und auch gleich Medikamente verschrieben werden.

Dies hilft unseren Kindern nicht, schadet ihnen nur.

Wichtig ist:

?Ausführliche Befragung der Eltern (Lebenssituation, Krankheitsgeschichte, familiäre Vorbelastungen
?körperliche Untersuchung und neurologische Untersuchungen der Fein- und Grobmotorik, der Bewegungskoordination sowie der Sinnesorgane, wie Testung der Sehstärke, des Hörvermögens usw.
?Testpsychologische Untersuchungen, wie Intelligenz- und Aufmerksamkeitstests, Überprüfung schulischer Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen, Untersuchung der emotionalen und sozialen Entwicklung
?Verhaltensbeobachtungen und -bewertung (Verhaltensbeschreibungen von unterschiedlichen Personen wie Eltern, Verwandten, Lehrern, Erziehern, evtl. Videoaufzeichnungen von Alltagssituationen, Feststellen von Stärken und Kompetenzen sowie Schwächen und Defiziten);
?Weitere Untersuchungen sind: Messung der Hirnströme (EEG) und der Herztätigkeit (EKG) sowie Blutuntersuchungen (besonders bei geplanter Medikamentengabe).

Im Rahmen der differentialdiagnostischen Untersuchung ist es wichtig, begleitende Probleme wie Störungen im Sozialverhalten, Lernschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, Angst etc. zu erkennen, um sie möglicherweise gesondert behandeln zu können.

Alle diese Beschwerden können nicht nur Begleiterscheinungen der ADHS sein, sondern auch das verursachende Krankheitsbild, welches die Verhaltensauffälligkeiten hervorruft.
Diese Erkrankungen müssen vor der Diagnosestellung ausgeschlossen werden, denn unter Umständen können Intelligenzminderung, Hochbegabung, Epilepsie, Schilddrüsenstörungen und andere psychische Erkrankungen (wie z.B. kindliche depressive Verstimmungen, Ängste, Zwangserkrankungen, tief greifende Entwicklungsstörungen (wie z. B. Asperger Autismus), Psychosen bei Jugendlichen (Schizophrenie), posttraumatische Belastungsstörungen) zu ähnlichen Anzeichen wie bei einer ADHS führen. Auch bestimmte Medikamente können ADS-ähnliche Symptome auslösen.

Sollten Sie an einen Arzt geraten, der dies nicht durchführt und Ihnen gleich Medikamente verschreiben will, ist dringend zu raten, Abstand zu nehmen.

Moderator

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1. Antwort auf: Diagnostik
 

Monika



PostRank 1



Mitglied seit 06.11.2006
Beiträge: 3

Verfasst am 16.01.2008, 11:28:54 Uhr


Hallo

Muss da voll zustimmen, aber es gibt auch Ärzte, die sagen, es ist kein ADS und später stellt sich dann raus, man hat viele Jahre versäumt, weil der Arzt keine Ahnung hatte.

Meine Tochter, mittlerweile 14 wurde zur Schulverweigerin, fiel in Depressionen und wollte dann selbst in eine Klinik.
Mittlerweile geht es ihr wieder besser, aber es hätte ihr viel erspart bleiben können, wenn die Kipsy uns damals ernst genommen hätte.

Monika

registrierter User

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2. Antwort auf: Diagnostik
 

Nicky



PostRank 6



Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 16.01.2008, 16:56:59 Uhr


Hallo Monika

Ja, es gibt von jedem welche. Unsere kinderärztin meinte mal, Steven würde ADS haben, weil er ja Tics hat und Sandy hat ja auch ADHS und das wäre normal.
Ich dachte erst, ich spinne, ohne Diagnostik zu sagen er hat ADS.
Hab ihn dann bei der Kipsy vorgestellt und laut testung hat er zwar Konzentrationsprobleme und große Wahrnehmungsstörungen, aber kein ADS.

LG






Nicky
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