Verfasst am 25.04.2008, 17:23:29 Uhr

Dyskalkulie ist in den letzten Jahren immer mehr in Diskussion geraten. Lehrer und Eltern wissen leider immer noch nicht hinreichend darüber Bescheid, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie mit dieser Störung umgegangen werden muss.
In der internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Rechenstörung die Ziffer F81.2 zugeordnet.
Diese Störung benennt eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden.
Kinder und Jugendlichen, die eine Rechenstörung/Dyskalkulie haben, gelingt es nicht, die arithmetischen Grundlagen, die für das förderliche Weiterlernen im Fach Mathematik notwendig sind, zu erwerben. Sie haben die Mathematik seit Schulbeginn an grundsätzlich missverstanden. Ein Missraten im Grundschulbereich ist vorprogrammiert, denn die Mathematik baut streng hierarchisch aufeinander auf. Wer die ersten Schritte nicht verstanden hat, wird die weiteren – darauf aufbauenden – nicht gehen können.
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