Verfasst am 17.01.2008, 10:09:34 Uhr

ADHS wird als seelische Störung bei Erwachsenen oftmals übersehen. Häufig werden sie als solche diag-nostiziert, wenn diese Störung bei ihren Kindern erkannt wird.
Wie wird ADHS diagnostiziert?
Viele Personen versuchen die Diagnose selbst zu stellen, in dem sie einen Fragebogen ausfüllen, die sie im Internet oder in einer Zeitschrift finden. Während dies sicherlich hilfreich sein kann, ist es jedoch besser, wenn Sie einen erfahrenen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird dann nachstehenden Fragen nachgehen:
?Zeigen Ihr Verhalten und Befinden, dass Sie Probleme mit Aufmerksamkeit und Hyperaktivität haben?
(Fragen zur Lebensgeschichte, zum jetzigen Leben und zu Ihren Beziehungen. Fragebögen ausfüllen.)
?Bestehen diese Probleme bereits seit der Kindheit? ADHS tritt nicht erst im Erwachsenenalter auf.
?Haben Sie Schwierigkeiten mit Stimmungsschwankungen oder Ihr Temperament zu zügeln? Bestehen diese Probleme auch schon seit der Kindheit?
?Betreffen diese Probleme sowohl Ihren Arbeitsplatz und auch das private Umfeld?
?Wie schätzen Familienmitglieder oder Bekannte die Schwierigkeiten ein?
?Haben Sie körperliche oder seelische Störungen, die sich auf Ihr Verhalten auswirken?
Wenn es sich nicht um ADHS handelt, was dann?
Man kann aus vielerlei Gründen zerstreut oder innerlich übererregt sein.
folgende Krankheitsbilder treffen auch darauf zu:
?Depression
?Angst / Panikattacken
?Nebenwirkungen von Medikamenten
?Schilddrüsen- oder andere hormonelle Störungen
?Alkohol- oder Drogenkonsum
Was kann man selbst tun, wenn man ADHS hat?
Wenn die Diagnose ADS steht, wird der Arzt Ihnen Veränderungen empfehlen und bestimmte Medikamente verschreiben. Der Arzt wird je nach dominierender Störung verschiedene Medikamente einsetzen, wie Sti-mulantien, Antidepressiva oder Mittel gegen Anfallsleiden. Diese Medikamente können helfen, aufmerksam zu sein, sich zu konzentrieren und Impulse besser zu kontrollieren. Die Einnahme dieser Medikamente ist einfach und in der Regel nur mit wenigen Nebenwirkungen verbunden.
Man kann lernen, die Arbeitsumgebung zu verändern und Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Eine Reihe von Hilfsmitteln, wie Terminplaner und Notizbücher können helfen, sich besser auf Aktivitäten am Arbeitsplatz und in der häuslichen Umgebung zu konzentrieren.
Viele Menschen erleben eine Psychotherapie als hilfreich. Denn die lebenslange Erfahrung von Verhaltens-störungen und den damit verbundenen Problemen können zu ernsthaften Selbstwertproblemen und Span-nungen in den familiären Beziehungen führen.
Was kann man noch tun, um sich Probleme zu erleichtern?
Große Aufgaben in kleine unterteilen, sich selbst loben oder belohnen
Eine Liste aufstellen, die zu erledigen sind! Regelmäßig einen Terminkalender benutzen!
Einen ruhigen Arbeitsplatz suchen! Eins nach dem anderen! Pausen einlegen!
Benutzen Sie ein Notizbuch für alles, was Sie nicht vergessen wollen!
Zettel aufhängen am Kühlschrank oder Badezimmerspiegel usw.
Entwickeln Sie Routineabläufe: immer zur gleichen Zeit, am gleichen Tag!
Schlafen Sie ausreichend und treiben Sie genügend Ausgleichssport!
Hilfe annehmen!



Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)

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