Selbsthilfegruppe Wunderkind ADS und ADHS Informationen  Selbsthilfegruppe ADS/ADHS   in Oschatz/Sachsen
ADS und ADHS
Zappelphillip -- Hyperaktiv -- Traumsuse -- ADS / ADHS
 
Willkommen Gast bitte einloggen
  Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
| Übersicht | Hilfe | Öffentliche Galerie | Login |
 
Liebe Forenmitglieder,

unser ADS Forum ist umgezogen.
Wir starten ganz neu, leider konnten die alten Beiträge nicht mit übernommen werden und bleiben deshalb hier als Archiv bestehen.
Ich hoffe Ihr beteiligt Euch auch weiterhin so toll auch im neuen Forum
Ihr findet das neue Forum hier -> ADS Forum


Nicole Ziegler
| Auf dieses Thema antworten |



Rechenschwäche verstehen und Symptome
 

Thread StarterTony1285



PostRank 2



Mitglied seit 23.11.2007
Beiträge: 54

Verfasst am 21.01.2008, 20:33:34 Uhr


Rechenschwäche verstehen

Rechnerisches Denken gilt als wichtiger Bestandteil von Intelligenzmessung. Für die Schul- und spätere Berufskarriere ist das Fach Mathematik richtungweisend. Ein Versagen in diesem Fach vereitelt die gesamte Lebensplanung.

Die Rechenschwäche ist der Wissenschaft seit Jahrzehnten bekannt. Ebenfalls bekannt ist - zumindest Erziehungsberatern, Schulpsychologen, Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern - die im Einzelfall sehr hohe Wahrscheinlichkeit der Entwicklung psychoneurotischer Sekundärproblematiken. Theoretische Ansätze und Definitionen gibt es viele. Eins haben fast alle gemeinsam - die Charakterisierung des Phänomens als Teilleistungsschwäche. Der Bezug ist der Leistungsvergleich zu anderen Fächern.
Zwei beispielhafte Definitionen:

Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten. Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung von Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

(WHO/ ICD 10 - Internationale Klassifikation psychischer Störungen 1995, S. 277 unter F8 Entwicklungsstörungen, F81 umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten) (ICD 10 F81.2)

Wenn ein Kind von normalem Intelligenzniveau im Rechnen durchgehend schwach ist oder darin völlig versagt, so kann es berechtigt sein, eine Rechenschwäche zu vermuten. Nicht jedes Kind, das schlecht rechnet, hat eine Rechenschwäche.
Es gibt auch nicht die Rechenschwäche, sondern so viele verschiedene Rechenschwächen, als es rechenschwache Kinder gibt. Keine gleicht exakt der anderen. Die Rechenschwäche ist ein abstrakter Sammelbegriff.

Wenn einem rechenschwachen Schüler auf außermathematischen Gebieten zugestanden wird, in der Lage zu sein, logische Zusammenhänge zu erfassen, muss man den Grund für das Scheitern an der Mathematik in der Materie selbst suchen.
Bei konkreter Beurteilung schwacher Rechenleistungen erweist sich, dass die Schüler mathematische Sachverhalte gar nicht oder eben falsch verstanden haben. Allerdings lassen sich die meisten ihrer fehlerhaften mathematischen Lösungen auf begründbare Strategien zurückführen.

Die Kinder entwickeln die phantasievollsten, intelligentesten Techniken und Strategien. Diese eigenen, mit Fehlern behafteten Verfahrensweisen nennt man in der Wissenschaft subjektive Algorithmen.

Dass ein Kind mit Rechenschwähes in anderen Fächern gute oder durchschnittliche Leistungen bringen kann, ist kein Wunder und auch kein Hinweis auf oder Nachweis für eine bestimmte Teilstörung des Lernens.

Symptome

Haben Sie die Vermutung, ihr Kind könnte unter einer Rechenschwäche leiden?
Beobachtungen zum Verhalten im Fach Mathematik

·Angst vor der Schule
·Angst vor dem Fach Mathematik
·Angst vor den Klassenarbeiten in Mathematik
·Angst vor dem Lehrer im Fach Mathematik
·Misserfolge im Fach Mathematik, obwohl vorher erfolgreich zu Hause geübt wurde
·im Vergleich zu Mitschülern hoher Zeitaufwand für die Hausaufgaben
·im Vergleich zu anderen Fächern hoher Zeitaufwand für die Hausaufgaben
·ärgerliche bis abwehrende Reaktionen auf Hilfestellungen zu Hause

Orientierungsprobleme und Sprachprobleme
·linkshändig oder beidhändig oder auf rechts umgestellt
·Probleme mit Positionierungen wie oben, unten, links, rechts, zwischen Einer und Zehner werden häufig vertauscht
·ähnliche Ziffern wie 9 und 6, 7 und 1 werden häufig verwechselt
·es liegen Sehfehler, Hörfehler, sonstige Wahrnehmungsprobleme vor
Beobachtungen im Umgang mit Zahlen und beim Rechnen
·Aufgabenstellungen werden zumeist zählend bewältigt
·bei Unsicherheit wird wieder von vorn angefangen zu zählen
·Probleme, rückwärts zu zählen
·Schwierigkeiten, nur aus der Vorstellung heraus abzuzählen
·Auswendiglernen
·Bedürfnis nach Eselsbrücken oder Reimen
·auch Aufgaben wie 10+3 oder 28+2 werden schriftlich bearbeitet
·Schwierigkeiten, den Mengenaspekt und den Nummernaspekt von Zahlen zu unterscheiden
·Vertauschen von Rechenarten - minus mit plus, mal mit plus
·Schwierigkeiten, mündlich oder schriftlich vorgegebene Sachaufgaben zu analysieren und die zu lösenden Probleme in mathematische Operationen zu übersetzen
·die Bedeutung des Gleichheitszeichens ist nicht verstanden
·Probleme mit Stellenübergängen
·im Zusammenhang mit der Null treten gehäuft Fehler auf

Sollten Sie den Eindruck haben, dass einige der angeführten Probleme bestehen, empfehlen wir eine diagnostische Untersuchung auf das Vorliegen einer Rechenschwäche.

Moderator

| Antworten| Zitieren |
 



Auf dieses Thema antworten |




Übersicht » ADS-ADHS bei Kindern » ADHS und Schule
 
| Startseite | ADS / ADHS | Ursachen ADS / ADHS | Symptome ADS / ADHS | ADS Traumsuse | Diagnostik | Therapie | medik. Therapie | Komorbiditäten | Tipps im Umgang |
| Klassifikationen | Büchertipps | Bedeutung im Alltag | Erwachsene | Kinder | Wir über uns | | Rätsel | Forum | Gästebuch | Glossar | Impressum | Kontakt |