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Nicole Ziegler
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Symptome und Beschwerden beim Asperger Syndrom
 

Thread StarterNicky



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Mitglied seit 30.01.2007
Beiträge: 241

Verfasst am 21.01.2008, 21:36:13 Uhr


Symptome und Beschwerden Asperger Syndrom

Das Asperger-Syndrom ist eine tief greifende Entwicklungsstörung. Asperger ist eine Form des Autismus, die sich hauptsächlich als schwere Kontaktstörung äußert.
Benannt ist es nach dem Wiener Kinderarzt Hans Asperger, der das Syndrom 1944 als erster beschrieb.

Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus, die durch Schwierigkeiten im Umgang und Kontakt mit anderen Menschen gekennzeichnet ist. Eine sprachliche Verzögerung oder ein Ausbleiben der Sprachentwicklung wie beim frühkindlichen Autismus fehlt jedoch.

Häufig zeigen sich Komorbiditäten, wie Phobien, Schlafstörungen, Essstörungen, Wutausbrüchen, Aggressionen, Epilepsie, zentral-auditiven Verarbeitungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität, Depressionen, Zwangsstörungen, oder auch Ticstörungen.

Ursachen
Das Asperger-Syndrom wird heute als neurologische Störung und nicht mehr als psychische Krankheit gesehen. Die Genetik lässt darauf schließen, dass es polygen bedingt ist. Außerdem weiß man, dass Autismus im Allgemeinen und das Asperger-Syndrom im Besonderen genetisch sehr heterogen ist, so dass Betroffene jeweils eine individuell einzigartige Ausprägung von Autismus zeigen.

Meist zeigt sich die Störung erstmals im Schulalter, wobei überwiegend Jungen betroffen sind. Teilweise wird angenommen, dass mehrere berühmte Wissenschaftler, unter anderem Albert Einstein und Michelangelo an dieser Kontaktstörung gelitten haben.

Diagnose
Das Asperger Syndrom, insbesondere in ihrer leichten Form zu erkennen, ist äußerst schwer. Es besteht darüber Einigkeit, dass es keine zwei Menschen mit gleichen Symptomen gibt. Experten empfehlen daher, eine Diagnose nur von sehr erfahrenen Ärzten erstellen zu lassen. Da das Syndrom im Erwachsenenalter praktisch unbehandelbar scheint, ist eine Diagnose nicht immer hilfreich.

Autistisches Verhalten kann auch bei anderen Krankheiten auftreten, so zum Beispiel bei andauernder Kindesmisshandlung, Verwahrlosung, Vernachlässigung und Deprivation, bei frühkindlichem oder atypischem Autismus, bei Fragilem X-Syndrom, bei geistiger Behinderung, bei schizoider Persönlichkeitsstörung, bei bestimmten Formen der Schizophrenie und bei Angststörungen.

Unterscheidungsmerkmale sind zum Beispiel fehlerhaftes Erbgut, Wahn, rasche Besserung der sprachlichen Fähigkeiten. Im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus besteht beim Asperger-Syndrom keine Sprachverzögerung. Die Unterscheidung zwischen Asperger-Syndrom und schizoider Persönlichkeitsstörung kann schwierig sein. Die Klassifikation von Autismus in verschiedene Unterkategorien wird allerdings zunehmend in Frage gestellt.

Darüber hinaus kann eine Differentialdiagnose zwischen Asperger-Syndrom, ADHS, nonverbale Lernstörung oder sensorische Integrationsstörung sehr schwierig sein. Die meisten Menschen mit Asperger-Syndrom haben auch eine nonverbale Lernstörung, dass bedeutet, sie verstehen Körpersprache nicht.

Definition nach ICD 10
Es existiert keine klinisch bedeutsame allgemeine Verzögerung in der gesprochenen oder rezeptiven Sprache oder in der kognitiven Entwicklung. Die Diagnose verlangt, dass bis zum Alter von zwei Jahren oder früher einzelne Worte gesprochen werden können, und dass bis zum Alter von drei Jahren oder früher kommunikative Redewendungen benutzt werden.

Fähigkeiten zur Selbsthilfe, anpassungsfähiges Verhalten und Wissbegierde in Bezug auf das Umfeld sollten um das dritte Lebensjahr herum auf einem mit der normalen intellektuellen Entwicklung übereinstimmenden Niveau liegen.
Dennoch können motorische Meilensteine etwas verzögert sein, und die motorische Unbeholfenheit ist die Regel. Es bestehen häufig einzelne spezielle Fertigkeiten, die sich meist auf außergewöhnliche Beschäftigung beziehen, aber sie sind für die Diagnose nicht relevant.

Qualitative Eigenarten in der wechselseitigen sozialen Interaktion zeigen sich in mindestens zwei der folgenden Merkmale:

·Unvermögen, einen angemessenen Blickkontakt herzustellen und aufrechtzuerhalten,
·Mängel in Mimik und Körperhaltungen,
·Mängel in der Gestik zur Regulierung der sozialen Interaktion;
·Unvermögen, Beziehungen zu Gleichaltrigen zu entwickeln, die das Teilen von Interessen, Aktivitäten und Emotionen betreffen;
·Mangel an sozio-emotionaler Gegenseitigkeit, die sich in einer unzulänglichen oder von der Norm abweichenden Reaktion auf die Emotionen anderer Menschen zeigt; oder der Mangel an Verhaltensmodulation gemäß dem sozialen Kontext; oder eine geringe Integration der sozialen, emotionalen und kommunikativen Verhaltensweisen;
·stereotype und repetitive motorische Manierismen, die entweder das Flattern oder Drehen mit Händen oder Fingern oder komplexe Ganzkörperbewegungen mit einschließen






Nicky
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