 |
 |
Das Forum ist umgezogen |
 |
Liebe Forenmitglieder,
unser ADS Forum ist umgezogen. Wir starten ganz neu, leider konnten die alten Beiträge nicht mit übernommen werden und bleiben deshalb hier als Archiv bestehen. Ich hoffe Ihr beteiligt Euch auch weiterhin so toll auch im neuen Forum Ihr findet das neue Forum hier -> ADS Forum
Nicole Ziegler
|
 |
 |
| Auf dieses Thema antworten |


 
|
1. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 Nicky

PostRank 6

Mitglied seit 30.01.2007 Beiträge: 241
|
Verfasst am 03.01.2008, 14:17:07 Uhr

Hallo Tony
im Grunde hast Du ja Recht damit, dass dies alles durchgeführt werden soll.
Aber leider sieht die Realität nicht so aus.
Mir hat zwar die Kipsy einiges über ADS erzählt, aber das meiste hab ich mir selber belesen.
Und Schuldgefühle hat sie mir ganz bestimmt nicht genommen, ganz im Gegenteil, meist war ich doch die böse Mutter.
Eine Verhaltenstherapie zu bekommen, ist hier in unserer Gegend fast unmöglich. Ich bekomme für Sandy keinerlei Therapien, da er angeblich therapieresident ist.
Gruppentherapie, welche von der Ergo empfohlen wurde, haben wir auch nicht bekommen.
Eigentlich standen wir bisher fast immer alleine da. Die Ergotherapie war ja für ihn ganz gut, ich war ja auch dabei und konnte dadurch vieles lernen, aber was man so von anderen hört, da läuft dies viel besser ab.
Und zu den Sonderpädagogischen Maßnahmen, weißt du ja, wie lange wir warten mussten, bevor etwas passiert.
Eine Einschulung in eine Förderschule würde ich nur im äußersten Notfall sehen, gerade wie bei uns. Ich wollte es ja auch erst nicht, aber es wird wohl das Beste für ihn sein, da Zusatzunterricht oder Schulintegration nicht genügen.
Ich finde es schade, dass hier noch viel zu wenig getan wird und man regelrecht betteln muss, dass einem geholfen wird.
LG



Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)

|
| Seiten Administrator |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
|
2. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
|
|
 |
 |
 |
|
|
3. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 Micha

PostRank 1

Mitglied seit 23.11.2007 Beiträge: 8
|
Verfasst am 10.01.2008, 17:07:32 Uhr

Hallo
Wir haben nun für unseren Sohn(5) die Diagnose ADHS erhalten.
Er soll jetzt erstmal Ergotherapie erhalten und wenn diese nicht so anspricht, soll er Medikamente bekommen.
Das mit der Ergotherapie verstehe ich ja, aber mit 5 Jahren schon Medikamente?
Davor hab ich dann doch etwas angst.
Was wenn die Nebenwirkungen so stark sind? Oder wenn, wie bei Nicky ihrem Sohn, die Medikamente nicht helfen?
Bei dem Erfahrungsbericht von Nicky ist mir schon ziemlich Angst geworden, Ihr Junge hat ja auch schon zeitig Probleme gehabt und war ein Außenseiter. Dann haben die Tabletten nicht geholfen.
Ich weiß nicht, was richtig ist, ich möchte, dass es ihm besser geht und aus dem Kita keine Klagen mehr kommen, anderseits macht der Kita die Tabletten schlecht. Wie soll dies funktionieren, wenn die dort keine Tabletten geben?
Ich bin so unsicher, nun haben wir zwar eine Diagnose, aber mehr auch nicht.
Wo kann ich denn noch Hilfe bekommen?
Wie finde ich raus, ob die Praxis etwas von ADS versteht?
Wäre dankbar über einige Antworten.
Viele Grüße Michaela
|
| registrierter User |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
|
4. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 Nicky

PostRank 6

Mitglied seit 30.01.2007 Beiträge: 241
|
Verfasst am 10.01.2008, 22:06:25 Uhr

Hallo Michaela
Erstmal schön, dass ihr nun eine Diagnose habt und wißt, warum er so ist.
Ergotherapie für den Anfang ist auf jeden Fall schon mal gut. Meinem Sohn hat sie auf jeden Fall geholfen. Er hatte ca. ein dreiviertel Jahr Ergo und ich war meist mit dabei.
Leider bekommt er keine mehr, da er als Therapieresident beschrieben wird.
Was meinen Erfahrungsbericht betrifft Michaela, darf du dich nicht verrückt machen lassen.
Es ist doch nicht jedes Kind so wie meiner. Klar haben wir eine sehr harte und steinige Zeit hinter uns, aber auch diese haben wir überstanden.
Wir haben damals so zeitig mit den Medis angefangen, weil im Kita rein gar nichts mehr lief. Er war ja auch stationär zum eindosieren.
Ob Du deinem Sohn Medikamente gibst, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Ich will jetzt nicht sagen, du must, oder auf gar keinen Fall. Es liegt immer daran, wie sehr dein Sohn leidet.
Wir haben es uns damals auch nicht einfach gemacht und alles mögliche vorher probiert, aber wir hatten nun mal keine andere Wahl.
Und auch wenn wir keinen Erfolg mit den Medikamenten hatten, es sind Einzelfälle.
Zu deiner Frage, wo du noch Hilfe bekommen kannst.
Ja auf jeden Fall hier, es wird immer jemand da sein, wenn es dir schlecht geht und du jemanden zum schreiben brauchst.
Desweiteren empfehle ich dir dringend eine Selbsthilfegruppe. Ich hab mich damals viel besser gefühlt, als ich eine gefunden habe, wußte, ich bin nicht allein mit den Problemen, alles sind Gleichgesinnte.
Dann kannst Du dich noch an eine Erziehungsberatungsstelle wenden und an das Jugendamt.
Und zu der Praxis und wie du erfährst, ob Sie Ahnung haben von ADS, frage doch einfach mal in deiner Umgebung nach oder bei einer SHG, da sind so viele Betroffene, die wissen, welche Praxen gut sind und wo man lieber die Finger davon lassen sollte.
So Michaela, wenn Du noch Fragen hast, kein Problem. Geb mir Mühe, dir zu helfen.
LG und ganz viel Kraft



Nicky
Glaube nur an Wunder die du selbst vollbringst... (Erhard H. Bellermann)

|
| Seiten Administrator |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
|
5. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 Micha

PostRank 1

Mitglied seit 23.11.2007 Beiträge: 8
|
Verfasst am 11.01.2008, 10:00:18 Uhr

Hallo Nicky
Du hast recht, ich sollte nicht gleich vom schlimmsten ausgehen. Mich hat es nur erschreckt, wie ihr es bis hierher geschafft habt, ohne richtige Hilfe.
Muss mal schauen, ob es hier eine geeignete Selbsthilfegruppe gibt und wann die sich immer treffen. Muss ja jemand für die Kinder da sein.
Vielleicht können die mir dann auch sagen, welche Praxis hier gut ist.
Mit den Medikamenten möchte ich erstmal noch warten, bisher geht es ja noch im Kita, zumindest ist es nicht so schlimm wie bei euch damals.
Wenn er dann in die Schule kommt, sieht es vielleicht anders aus, aber da haben wir ja noch etwas Zeit.
Viele Grüße Michaela
|
| registrierter User |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
|
6. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 diplomatin

PostRank 1

Mitglied seit 19.02.2008 Beiträge: 3
|
Verfasst am 19.02.2008, 08:43:42 Uhr

HALLO, allerseits,
bin ganz neu hier auf der Seite aber nicht im Thema (ADS wurde bei meinem Sohn vor über 3 Jahren diagnostiziert).
Es gab Zeiten, zu denen Concerta, damals 18mg, bei ihm ganz toll geholfen hatte. Also ich kann das nur empfehlen.
Leider haben wir nach unserem Umzug nach Berlin noch niemanden (GUTES!) gefunden, der uns mit seinem ADS weiterhelfen könnte, weder therapeutisch noch medikamentös, was natürlich ziemlich hart ist. Mein Sohn ist also komplett unbehandelt und ich völlig ohne Hilfe.
Schlechte Erfahrungen haben wir hingegen schon sammeln "dürfen", und zwar mit den folgenden Kinderpsychiatern:
Felicitas Fritze
Michael Elpers.
Des weiteren mit der Klinik am schönen Moos in Bad Saulgau, von den 3 Adressen kann ich persönlich nur abraten.
Hat jemand vielleicht eine gute Empfehlung??? Wir wohnen im Südosten Berlins, in Baumschulenweg (Treptow), und haben kein Auto, will heissen, daß manche Behandler schlichtweg unerreichbar sind, zumindest für regelmäßige Therapietermine.
Strattera würde mich auch sehr interessieren, hat da noch jemand etwas zu beizutragen?
Liebe Grüße an alle und Mut und Geduld und Kraft,
Coco.



Life is what you make it.

|
| registrierter User |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
|
7. Antwort auf: Therapiemaßnahmen |
|
| |
 Kerstin

PostRank 1

Mitglied seit 29.02.2008 Beiträge: 5
|
Verfasst am 29.02.2008, 19:15:19 Uhr

Hallo Micha
Ich antworte zwar spät, aber vielleicht kann ich dir trotzdem weiterhelfen. Es ist ganz normal, dass man erst einmal mit gemischten Gefühlen dasteht. War bei uns nicht anders. Einerseits ist man erleichtert, endlich zu wissen gegen was man ankämpfen muss, aber anderseits hat man natürlich Angst Medikamente zu geben. Wichtig ist für euch, dass ihr euch mit dem ganzen auseinandersetzt. D.h. redet offen mit eurem Kind darüber und erklärt ihm Kindgerecht, was in ihm vorgeht. Er merkt, dass er anders ist als andere und das gefällt ihm nicht immer. Am besten findet ihr heraus, was er besonders gut kann und erklärt ihm, dass er zwar manche Dinge die andere Kinder können nicht so gut hinbekommt, aber dafür hat er andere Qualitäten.
Was die Wahl eines guten Arztes ist, hat man es wirklich nicht leicht. Wir haben zuerst einen Pfuscher gehabt, der unseren Sohn noch mehr krank gemacht hat. Er hat ihn zu hoch dosiert und war uns nicht wirklich eine Hilfe. Was ich wichtig finde, ist dass man einen Kinderpsychiater findet. Er darf, anders als ein Psychologe, Medikamente verschreiben, wenn sie benötigt werden. Außerdem hat das Kind einen Vertrauten, mit dem er über alles reden kann. Das ist wichtig, wenn er später in der Schule ist. Er wird nicht über alles mit euch Eltern reden, das ist normal. Unser Sohn ist jetzt 12 und wir haben soweit alles im Griff.
Über die Medikamente braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Euer Sohn braucht Hilfe und leider geht es nicht immer ohne die Medikamente. Weißt du, mir hat es geholfen als wir in der Kinderklinik waren, da wurde er eingestellt, also wir waren dort um uns beraten zu lassen und die Ärztin hat uns das so erklärt: es gibt zwei Hafen und ein Schiff bringt Waren von einem Hafen zum anderen (in dem Fall werden die Botenstoffe transportiert). Weil das Schiff aber zu klein ist, verliert es unterwegs die Ladung (Botenstoffe gehen verloren) wenn das Schiff auf der anderen Seite ankommt, hat es nur noch ganz wenig oder überhaupt keine Ware mehr (die Informationen kommen nicht an). Das Medikament sorgt nun dafür, dass die Ladung nicht verloren geht, das Schiff wird vergrößert. Das machte mir das ganze verständlicher, und auch unserem Sohn.
Ich würde dir Empfehlen, zumindest schon eine Ergotherapie anzufangen, weil es eventuell noch andere Probleme mit sich bringen kann. Es gibt Kinder die außerdem noch an Fein und Grob Motorikprobleme leiden, d.h. die Motorik ist nicht altersgerecht. Andere haben Extreme Probleme sich auf etwas zu konzentrieren. Das ist unterschiedlich, aber in der Ergo wird das dann erkannt und kann behandelt werden.
Egal wie ihr euch entscheidet, wir wünschen euch alles Gute und viel Kraft.
Kerstin und Familie
|
| registrierter User |


| Antworten| Zitieren | |
|
|
 |
 |
 |
|
Auf dieses Thema antworten |
Übersicht » ADS-ADHS » Therapien bei ADHS
|
|
 |